Geld abheben im Ausland ohne Gebühren
Beim Abheben im Ausland können drei Kosten anfallen: die Gebühr des Automaten, die Umrechnung am Automaten (DCC) und die Gebühr deiner eigenen Bank. Mit diesen Regeln vermeidest du alle drei.
- Umrechnung am Automaten immer ablehnen und in Landeswährung abrechnen.
- Bankautomaten statt Euronet & Co. nutzen.
- Vor dem Bestätigen auf den Bildschirm schauen und bei Gebühr abbrechen.
- Eine Karte ohne Auslandsgebühren mitnehmen.
- Lieber seltener und dafür grössere Beträge abheben.
1. Die Umrechnung am Automaten (DCC) immer ablehnen
Viele Automaten fragen, ob sie in deiner Heimatwährung abrechnen sollen, und zeigen dafür einen festen Betrag in Euro, Franken oder Pfund. Das heisst dynamische Währungsumrechnung (DCC). Der Automat setzt dabei seinen eigenen Kurs an, der oft 5–13 % schlechter ist als der Kurs von Visa oder Mastercard. Bei 200 € sind das schnell 10–25 € extra. Wähle immer „ohne Umrechnung“ oder die Landeswährung.
2. Bankautomaten statt unabhängiger Betreiber
Unabhängige Betreiber wie Euronet, YourCash, Cardpoint oder Cashzone stehen gern an Flughäfen, Bahnhöfen und in Touristenvierteln. Sie verlangen fast überall eine Gebühr von 2–5 € und bieten besonders aggressiv die teure Umrechnung an. Gehe lieber ein paar Minuten weiter zum Automaten einer Bank. Auf unserer Karte sind sie rot markiert.
3. Vor dem Bestätigen auf den Bildschirm schauen
Automaten in Europa zeigen eine Betreibergebühr in der Regel vor der Auszahlung an. Steht dort eine Gebühr, kannst du ohne Kosten abbrechen und den nächsten grünen Automaten suchen.
4. Die Gebühr deiner eigenen Bank kennen
Unabhängig vom Automaten kann deine Bank Gebühren für Abhebungen im Ausland verlangen, oft als fester Betrag plus Prozentsatz und bei Fremdwährung zusätzlich ein Auslandseinsatzentgelt von 1–2 %. Schau vor der Reise in das Preisverzeichnis deiner Karte. Viele Direktbanken und Reisekarten heben im Ausland ohne eigene Gebühren ab.
5. Debitkarte statt Kreditkarte, wenn möglich
Bei manchen Kreditkarten gilt Bargeld als Barvorschuss: dann fallen Gebühren und teils sofort Zinsen an. Prüfe die Bedingungen deiner Kreditkarte, bevor du damit abhebst.
6. Seltener, dafür grössere Beträge abheben
Feste Gebühren pro Abhebung fallen bei jedem Vorgang an. Wer einmal 200 € statt viermal 50 € abhebt, zahlt sie nur einmal. Nimm aber nur so viel Bargeld mit, wie du sicher aufbewahren kannst.
7. In Euro-Ländern und ausserhalb
Hast du eine Euro-Karte, gibt es in Euro-Ländern keine Umrechnung, nur mögliche Automatengebühren. In der Schweiz, Grossbritannien, Tschechien, Ungarn, Dänemark, Schweden, Rumänien und anderen Ländern mit eigener Währung ist die Umrechnungsfalle (Tipp 1) besonders wichtig.
So hilft dir die Karte
Grün heisst: laut unseren Quellen meist keine Automatengebühr. Gelb: unklar oder je nach Bank. Rot: Gebühr üblich. Tippe auf einen Automaten für Gebühr, Quellen und Route in Google Maps oder Apple Karten.
Länder, in denen Bankautomaten meist gratis sind
- Belgiengratis
- Bulgariengratis
- Estlandgratis
- Frankreichgratis
- Großbritanniengratis
- Irlandgratis
- Lettlandgratis
- Litauengratis
- Luxemburggratis
- Maltagratis
- Niederlandegratis
- Portugalgratis
- Rumäniengratis
- Schwedengratis
- Schweizgratis
- Zyperngratis
Häufige Fragen
Wie kann ich im Ausland kostenlos Geld abheben?
Nutze einen Bankautomaten ohne Betreibergebühr, lehne die Umrechnung am Automaten ab und verwende eine Karte, deren Bank keine Auslandsgebühren verlangt.
Soll ich am Automaten in Euro oder in Landeswährung abrechnen?
Immer in Landeswährung bzw. „ohne Umrechnung“. Die Umrechnung des Automaten (DCC) ist fast immer teurer als der Kurs deiner Karte.
Sind Euronet-Automaten teuer?
Ja, meistens. Euronet und andere unabhängige Betreiber verlangen in fast allen Ländern 2–5 € pro Abhebung und bieten die teure Umrechnung an.
Woran erkenne ich eine Automatengebühr?
In Europa zeigt der Automat die Gebühr in der Regel vor der Auszahlung auf dem Bildschirm an. Du kannst dann noch kostenlos abbrechen.